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Mittelstand verharrt im Wartemodus

Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft hat seine Mitglieder zur aktuellen wirtschaftlichen Lage und den Erwartungen für das laufende Jahr befragt. Die Stimmung verharrt auf einem verhaltenen Niveau. Die Zukunftsaussichten bewerten die Unternehmer negativ: Eine überwältigende Mehrheit von 81 Prozent rechnet nicht mit einem spürbaren wirtschaftlichen Aufschwung im Jahr 2026.

Gold überholt US-Staatsanleihen als Reserveanlage

Die Investmentbank Morgan Stanley bezeichnete Gold in einem diese Woche veröffentlichten Bericht als den „größten Herausforderer” des US-Dollars. Das Unternehmen beobachtete, dass Zentralbanken mittlerweile etwa 4 Billionen US-Dollar in Gold halten, verglichen mit 3,9 Billionen US-Dollar in US-Staatsanleihen – zum ersten Mal seit 1996 hat damit Gold die Staatsanleihen übertroffen.

We Are in the Midst of a Rupture

Das diesjährige World Economic Forum in Davos war in vielerlei Hinsicht ein denkwürdiges Ereignis. Doch Kanadas Premierminister Marc Carney stach mit seinem bemerkenswerten Auftritt aus allen anderen heraus. Mit klaren Worten ordnete der Premier die aktuellen Veränderungen der Welt und die jüngsten Ereignisse ein. Lesen Sie seine Aufsehen erregende Rede im originalen Wortlaut.

Arbeitgeber fordern radikale Sozialreformen

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat kurz vor Abgabe des Abschlussberichts der Sozialstaatskommission weitreichende Reformen des deutschen Sozialsystems gefordert. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission noch im Januar ihre Empfehlungen vorlegen soll.

Deutsche Krankenhäuser schreiben Verluste

Wie aus dem Krankenhaus-Barometer 2025 hervorgeht, hat sich der Anteil der Kliniken mit Jahresfehlbetrag gegenüber 2023 nochmals um fünf Prozentpunkte erhöht. Lediglich 34 Prozent der Krankenhäuser erwirtschafteten der Umfrage zufolge einen Überschuss oder ein ausgeglichenes Ergebnis. Für 2025 rechnen sogar 70 Prozent mit Verlusten. Und die Aussichten für 2026 bleiben äußerst düster.

Muss Enteignung mögen, wer Sanierung will?

Zum 13. Thüringer Tag für Insolvenzrecht und Sanierung am 22. Oktober 2025 fanden sich im Konferenzzentrum des Erfurter Steigerwaldstadions circa 150 Teilnehmer zum Austausch über aktuelle Entwicklungen rund um Insolvenzrecht, Sanierung und aktuelle Rechtsprechung ein. Die Initiatoren, RA Dirk Götze und RA Marcello Di Stefano konnten ein anspruchsvolles Programm vorweisen, dass wieder einen ebenso hochkarätigen und interessanten wie unterhaltsamen Tag in Erfurt versprach.

40 Jahre Windows

Heute vor 40 Jahren, am 20. November 1985 war es soweit: Ein Karton, kaum größer als ein Telefonbuch, stand in den Regalen amerikanischer Elektronikmärkte. Darin: Windows 1.0. Ein Produkt, das damals kaum jemand wirklich verstand – und das doch die Welt verändern sollte. Zum ersten Mal öffnete sich der Computer für Menschen, die sich nicht mit Kommandozeilen auskannten und erst recht nicht programmieren konnten.

Autobahn und Fledermäuse

Die juristische Blockade, die den Bau eines zehn Kilometer langen Teilstücks der Ostseeautobahn A 20 mehr als sechzehn Jahre lang verhindert hat, ist endlich beendet. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nennt das einen „historischen Tag“. Vielleicht mag das Ende des Trauerspiels auch Anlass zur Freude geben, politischer Jubel darüber erscheint allerdings angesichts der Umstände völlig unangemessen zu sein.

Die Krise wird sichtbar

Schon seit längerem wird das Thema diskutiert, nun zeigen die Sparpläne der großen Autozulieferern die nackten Zahlen dazu: Die Absatzkrise der großen Hersteller ist über die Lieferketten bei den Zulieferern angekommen. Lieferanten schaffen es aufgrund zurückgehender Bestellungen nicht mehr, ihre Kapazitäten auszulasten und bleiben auf ihren Investitionen und den hohen Vorlaufkosten für Forschung und Entwicklung sitzen.

Geldwäsche-Paradies Deutschland

Systematische Schwächen machen Deutschland zum bevorzugten Zielort für internationale Geldwäsche. Das Bundeskriminalamt bestätigte erst vor wenigen Tagen eine dramatische Entwicklung: Die von organisierten Kriminellen gewaschene Geldsumme stieg von 166 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 230,5 Millionen Euro im Jahr 2024 – ein Anstieg von fast 40 Prozent. BKA-Präsident Holger Münch bezeichnete die Dunkelziffer als “riesig”.