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Arbeitskosten moderat gestiegen

Unternehmen des deutschen produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs haben im vergangenen Jahr im Schnitt 45,00 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde gezahlt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, zahlten deutsche Arbeitgeber im Jahr 2025 gemessen am Durchschnitt der Europäischen Union (EU) von 34,90 Euro rund 29 Prozent mehr für eine Stunde Arbeit. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Arbeitskosten je geleisteter Arbeitsstunde in Deutschland um 3,6 Prozent, damit war der Anstieg geringer als im EU-weiten Durchschnitt (+4,1 %).

Reformerwartung und Regierungshandeln

Laut der repräsentativen Studie von Infratest dimap im Auftrag des WDR halten 81 Prozent der Befragten die Verteilung des Wohlstands in Deutschland für ungerecht. Nur 15 Prozent bewerten sie als gerecht. Die Aussage, dass die Deutschen „endlich wieder mehr arbeiten” müssten, um den Wohlstand zu sichern, wird dagegen von 63 Prozent der Befragten abgelehnt. Die Studie zeigt die breite Kluft zwischen den Reformerwartungen der Bevölkerung und dem geringen Vertrauen in die schwarz-rote Bundesregierung. Die Umfrage wurde zwischen Ende März und Mitte April 2026 durchgeführt.

Galeria zahlt April-Mieten nicht

Die Warenhauskette Galeria hat offenbar die Mietzahlungen für April an mehreren Standorten nicht geleistet. Nach Medienberichten beklagen mehrere Vermieter ausbleibende Zahlungen. In einigen Fällen soll das Unternehmen um eine Stundung der Mieten gebeten haben. Galeria, das in Deutschland derzeit 83 Warenhäuser betreibt, droht damit eine neue Eskalation im ohnehin angespannten Verhältnis zu seinen Immobilieneigentümern. Das vorerst letzte der bisher drei Insolvenzverfahren war erst im August 2024 aufgehoben worden.

US-Rezessionsrisiko steigt

Goldman Sachs erklärte in ihrem am 20. März veröffentlichten wichtigsten Makro-Bericht, dass die globalen Märkte den Inflationsschock durch den Iran-Konflikt vollständig absorbiert hätten, aber gefährlich blind gegenüber dem Risiko blieben, dass eine anhaltende Störung der Energieversorgung die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen wird. Die Bank geht davon aus, dass ein „Rezessions-Trade” scharfe Kehrtwenden bei Aktien, Zinsen und Währungen auslösen würde.

Meta plant offenbar großen Stellenabbau

Meta plant einen umfassenden Stellenabbau, der mindestens ein Fünftel der Belegschaft betreffen könnte. Damit ⁠wolle das Unternehmen die hohen Investitionskosten in die KI-Infrastruktur kompensieren, so Insider. Daneben bereite sich Meta auf die Effizienzsteigerung durch die KI vor. Falls sich Meta tatsächlich für eine Reduzierung der Belegschaft um 20 Prozent oder mehr entscheiden würde, wäre dies der größte Stellenabbau ⁠des Unternehmens seit 2023.

Rheinmetall erfindet sich neu

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall meldete am Mittwoch Rekordumsätze und -gewinne für 2025 und prognostizierte für dieses Jahr ein noch stärkeres Wachstum, da der Krieg im Nahen Osten neue Geschäftsmöglichkeiten für Europas größten Rüstungshersteller eröffnet. Für 2026 erwartet das Düsseldorfer Unternehmen ein weiteres Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent auf 14 bis 14,5 Milliarden Euro.

Warum sich KI-Modelle menschlich verhalten

Anthropic hat eine Forschungsarbeit veröffentlicht, die eine Theorie namens „Persona-Auswahlmodell” einführt und eine neue Erklärung dafür bietet, warum KI-Assistenten wie Claude Emotionen ausdrücken, sich selbst in menschlichen Begriffen beschreiben und andere auffallend menschenähnliche Verhaltensweisen zeigen. Das Unternehmen argumentiert, dass diese Eigenschaften nicht einfach einprogrammiert sind, sondern als natürliches Nebenprodukt der Art und Weise entstehen, wie große Sprachmodelle trainiert werden.

Zwei Drittel halten Sozialstaat für nicht finanzierbar

Knapp zwei Drittel der Bürger in Deutschland halten den Sozialstaat in seiner heutigen Form für nicht mehr finanzierbar. In einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag von „Stern” und RTL stellten sich 64 Prozent hinter diese Einschätzung. Damit teilt eine Mehrheit der Befragten die Auffassung von Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Umfrageergebnisse fallen in eine Zeit heftiger Auseinandersetzungen innerhalb der schwarz-roten Koalition über die künftige Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme.

Mittelstand verharrt im Wartemodus

Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft hat seine Mitglieder zur aktuellen wirtschaftlichen Lage und den Erwartungen für das laufende Jahr befragt. Die Stimmung verharrt auf einem verhaltenen Niveau. Die Zukunftsaussichten bewerten die Unternehmer negativ: Eine überwältigende Mehrheit von 81 Prozent rechnet nicht mit einem spürbaren wirtschaftlichen Aufschwung im Jahr 2026.

Gold überholt US-Staatsanleihen als Reserveanlage

Die Investmentbank Morgan Stanley bezeichnete Gold in einem diese Woche veröffentlichten Bericht als den „größten Herausforderer” des US-Dollars. Das Unternehmen beobachtete, dass Zentralbanken mittlerweile etwa 4 Billionen US-Dollar in Gold halten, verglichen mit 3,9 Billionen US-Dollar in US-Staatsanleihen – zum ersten Mal seit 1996 hat damit Gold die Staatsanleihen übertroffen.