Galeria zahlt April-Mieten nicht

Die Warenhauskette Galeria hat offenbar die Mietzahlungen für April an mehreren Standorten nicht geleistet. Nach Medienberichten beklagen mehrere Vermieter ausbleibende Zahlungen. In einigen Fällen soll das Unternehmen um eine Stundung der Mieten gebeten haben. Galeria, das in Deutschland derzeit 83 Warenhäuser betreibt, droht damit eine neue Eskalation im ohnehin angespannten Verhältnis zu seinen Immobilieneigentümern. Das vorerst letzte der bisher drei Insolvenzverfahren war erst im August 2024 aufgehoben worden.

Muss Enteignung mögen, wer Sanierung will?

Zum 13. Thüringer Tag für Insolvenzrecht und Sanierung am 22. Oktober 2025 fanden sich im Konferenzzentrum des Erfurter Steigerwaldstadions circa 150 Teilnehmer zum Austausch über aktuelle Entwicklungen rund um Insolvenzrecht, Sanierung und aktuelle Rechtsprechung ein. Die Initiatoren, RA Dirk Götze und RA Marcello Di Stefano konnten ein anspruchsvolles Programm vorweisen, dass wieder einen ebenso hochkarätigen und interessanten wie unterhaltsamen Tag in Erfurt versprach.

Die Krise wird sichtbar

Schon seit längerem wird das Thema diskutiert, nun zeigen die Sparpläne der großen Autozulieferern die nackten Zahlen dazu: Die Absatzkrise der großen Hersteller ist über die Lieferketten bei den Zulieferern angekommen. Lieferanten schaffen es aufgrund zurückgehender Bestellungen nicht mehr, ihre Kapazitäten auszulasten und bleiben auf ihren Investitionen und den hohen Vorlaufkosten für Forschung und Entwicklung sitzen.

Insolvenz-Zahlen steigen weiter

Die deutsche Wirtschaft kämpft weiter mit einer anhaltenden Insolvenzwelle: Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen ist im September 2025 um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Damit setzt sich der beunruhigende Trend des Jahres 2025 fort, der bereits im Juli mit einem noch stärkeren Anstieg von 13,4 Prozent bei den Unternehmensinsolvenzen seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte.

Die Krise der Autoindustrie zeigt Wirkung

Die deutsche Automobilindustrie befindet sich in einer der schwersten Krisen ihrer Geschichte. Zwei weitere Autozulieferer – die AE Group und die Süddeutsche Gelenkscheibenfabrik (SGF) – haben in den vergangenen Tagen Insolvenzverfahren eingeleitet und Standortschließungen angekündigt. Dadurch sind mehr als 1.100 Arbeitsplätze unmittelbar bedroht, was die dramatische Zuspitzung der Branchenkrise verdeutlicht.